| Essen (thm) – Mit der großen Frühjahrsregatta in Essen auf dem Baldenysee begann für die Rennmannschaft des Wassersportverein Rheine die diesjährige Wettkampfsaison über die kurzen Distanzen. Gleichzeitig wurde in Essen zum ersten Mal der Kanumehrkampf durchgeführt. Diese neue Wettkampfform ist ein Mehrkampf aus insgesamt 5 Disziplinen. Neben dem 1000m- und 100m-Paddeln standen eine 1500m lange Laufstrecke und 2 allgemeinathletische Übungen auf dem Programm. Allgemein soll mit dem Kanumehrkampf das Training breiter gefächert werden und somit die allgemeine athletische Ausbildung der Schüler und Jugendlichen verbessert werden.
Neben dem Mehrkampf veranstaltete der Ausrichter, der Kanuregattaverein Essen, auch die bewährten Kanuschülerspiele und die Rennen über 200m, 500m, 1000m und der Langstrecke durch.
Für einige der jüngsten Teilnehmer des WSV Rheine war die Regatta in Essen gleichzeitig auch der erste größere Wettkampf. Arne Meeussen und Lasse Lausberg gingen im Rahmen der Kanuschülerspiele in der Altersklasse 10 Jahre an den Start. Neben der Paddelstrecke über 1000m mussten die jungen Kanuten eine Paddelparcours und eine 1500m lange Laufstrecke absolvieren. Gewertet wurden die Zeiten, die in Punkte umgerechnet wurden. Meeussen und Lausberg ließen weder durch den Wind noch durch den teilweisen recht hohen Wellengang auf dem Baldenysee beirren und belegten in allen drei Teildisziplinen Plätze im vorderen Drittel, sodass in der Endabrechnung Lasse Lausberg den fünften Platz und Arne Meeussen den 16. Platz in dem sehr starken Teilnehmerfeld belegten. Reinhard Ross, Sportwart des WSV Rheine, zeigte sich mit den Leistungen seiner jüngsten Schüler sehr zufrieden, war es doch der erste große Wettkampf in Ihrer noch jungen Karriere im Kanusport.
In der Klasse der 13 jährigen Schüler startete Frederik Hilden im neu geschaffenen Kanumehrkampf. Neben der 1000m-Langstrecke wurde ein 100m-Einzelzeitfahren auf dem Wasser durchgeführt. Danach mussten die Schüler ihre Leistungsfähigkeit in der Sporthalle beim Seilspringen und Standweitsprung unter Beweis stellen. Nach einem Punktesystem wurden die ermittelten Werte zusammengefasst und hieraus das Endergebnis gebildet. Die athletischen Disziplinen schloss Hilden jeweils mit der Höchstpunktzahl von 50 ab. Beim Paddeln und Laufen konnte er sich ebenfalls gut in Szene setzen und belegte am Ende den 22.Platz.
Sabrina Kurth und Nina Bünker hießen die Starterinnen, die in der Altersklasse 12 die Farben des WSV Rheine vertraten beim Kanumehrkampf vertraten. Mit jeweils der maximal erreichbaren Punktzahl von 50 schloss Kurth die Disziplinen Seilspringen, Standweitsprung und den Lauf über 1500m ab. In kanuspezifischen Teilen fiel sie dann aber leider etwas zurück und schaffte am Ende den 12. Rang in der Endabrechnung. Für Nina Bünker begann die Regatta leider nicht sehr gut, vor dem Start zum 1000m-Rennen kenterte sie aufgrund des starken Windes und fiel durch dieses Missgeschick weit in der Gesamtwertung zurück. Sie kämpfte versuchte zwar in den 4 anderen Disziplinen, den Schaden zu begrenzen, kam aber am Ende nicht über den 24. Platz hinaus.
In der Leistungsklasse gingen Florian Dropmann, Steffen Göcking und Franziska Akamp an den Start. Über die 200m- und 500m-Rennen kamen die 3 weder im Kajakeiner noch im Kajakzweier über die Vorläufe hinaus. Gerade im Bereich der Leistungsklasse nutzten viele Vereine aus dem In- und Ausland die Essener Regatta für einen ersten Vergleichstest. Aus diesem Grund war das Leistungsniveau in dieser Altersklasse sehr stark besetzt. Etwas besser als auf den Kurzstrecken lief es auf der 5000m-Langstrecke. Dropmann und Göcking verpassten im Kajakzweier nur knapp einen Medaillenrang und überquerten als vierte die Ziellinie. Und Franziska Akamp zeigte Ihre Langstreckenqualitäten. Im Kajakeiner versuchte sie sich direkt nach dem Start einen guten Platz herauszufahren. Leider geriet sie in die Heckwellen der Boote vor ihnen und verlor so den Anschluss an das vordere Teilnehmerfeld. Kontinuierlich fuhr sie danach ihr Rennen durch und belegte am Ende den 15. Platz in dem hochkarätig besetzten Starterinnenfeld.
Die Trainer und Betreuer konnten aber sehr zufrieden mit den Ergebnissen auf der großen Frühjahrsregatta Essen sein. Besonders die Leistungen der Schüler im Kanumehrkampf und bei den Schülerspielen zeigen, dass das Nachwuchskonzept beim Wassersportverein Rheine nun erste Früchte trägt.
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