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 Telemark-Kanal in Südnorwegen

 12 Kanuten unter Leitung von Norwegenliebhaber Klaus Stolper erlebten
ereignisreiche Tag in phantastischer Natur

  Vom 02. bis 13. Juni gingen 12 Mitglieder des WSV Rheine, darunter 3 Frauen, auf große Paddeltour nach Norwegen. Um 22.00 Uhr am 02. Juni ging´s am Bootshaus des WSV am Kettelerufer los.

Mit 3 PKW, großem Bootsanhänger und einem Anhänger für Gepäck und Lebensmittel machte sich die Gruppe auf zum Fährhafen HIRTHALS an der Nordspitze Dänemarks. 12.45 Uhr am 03. 06. legte von dort das Fährschiff der Color-Line ab, das auf See mit 27 Knoten ein hohes Tempo machte. In norwegischen Fährhafen angekommen, dauerte die Anfahrt zum Zielort KILEN noch einmal 2 Stunden. Die Reise führte in das grüne Herz der Provinz TELEMARK im Südteil des Landes, an den TELEMARK-KANAL.

An der sehr idyllisch gelegenen Bucht von KILEN, eingerahmt von urwüchsig felsigen Bergen und Kiefern hatte Klaus Stolper, der die Reise organisiert hatte, 3 Ferienhäuser angemietet, in denen es sich vortrefflich wohnen ließ.

 Von dort aus wurden an 7 Tagen verschiedene Paddeltouren auf den angrenzenden Gewässern des Telemark-Kanals unternommen, bei denen insgesamt ca 160 Kilometer erpaddelt wurden. Gepaddelt wurde nach Karte, aber auch das Paddeln nach Kompass wurde ausprobiert. Der Telemark-Kanal ist eine Verbindung zwischen verschiedenen natürlichen Seen und einem Kanalsystem, die im 19. Jahrhundert bautechnisch geschaffen wurde, um Baumstämme zu flößen und sonstige Waren aller Art auf diesem Wasserweg zu transportieren.

Von der Ortschaft DALEN am nordwestlichen Ende des Kanals bis nach SKIEN, der Provinzhauptstadt, beträgt das Gefälle des Kanalsystems insgesamt 79 Meter. Mehrere Schleusenanlagen überbrücken diesen Höhenunterschied, so lernte die Gruppe auf einer Paddeltour von LUNDE nach ULEFOSS zum Beispiel auch die berühmte 5-Kammern-Schleuse von Vrangfoss kennen, an der die Boote umgetragen werden mussten.

Besonders beeindruckend war die Paddeltour von DALEN nach KVITESEID, bei der der BANDAK-SEE längs durchpaddelt wurde. Der See ist zu beiden Seiten eingerahmt von zum Teil bewaldeten und unbewaldeten Felswänden, die mehrere hundert Meter hoch aufragen und einen sehr prägenden Eindruck dieser sehr urwüchsigen Berglandschaft vermitteln.
Hoch interessant und sehr beeindruckend zugleich war auch die Fahrt von VRADAL aus auf dem NISSER-SEE, die durch die vorgelagerte Insel- und Schärenwelt führte. Besonders bemerkenswert und schön waren die zahlreichen Ferienhäuser, die meistens sehr idyllisch gelegen rechts und links des Paddelweges am Ufer standen. Die oft in den typischen Landesfarben rot, weiß, gelb oder braun gestrichenen Holzhäuser vermittelten den Eindruck, dass die Norweger offensichtlich sehr gerne ihre Freizeit inmitten ihrer herrlichen Natur verbringen.Fast immer gehörte ein kleiner Steg dazu, um mit Booten anlegen zu können und die obligatorischen norwegische Fahne, die auch überall zu sehen war, zumindest wenn die Häuser bewohnt waren.

An einem Tag unternahm die Gruppe eine Fahrt durch das weiter nördlich gelegene RAULAND zu dem Ort RJUKAN, der tief im Tal gelegen von so hohen Bergen eingerahmt ist, dass die Sonne im Winter durch ihren tiefen Wendekreis den Ort nicht erreicht. Wenn dann im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen den Ort erwärmen, wird das mit einem großen Fest gefeiert. Zudem liegt nahe des Ortes das Wasserkraftwerk VEMORK, welches im 2. Weltkrieg Geschichte schrieb durch die Produktion von „schwerem“ Wasser, dass durch deutsche Truppen nach Deutschland transportiert werden sollte, was aber vom englischen Geheimdienst und norwegischen Freiheitskämpfern letztlich verhindert werden konnte.

Einige Gruppenmitglieder nutzten die Nähe zum höchsten Berg der Telemark, des GAUSTATOPPEN, um dessen Gipfel mit 1883m Höhe in einer 2stündigenWanderung Wanderung zu erklimmen. Alles in allem war die Fahrt eine sehr schöne und sehr beeindruckende Paddeltour, die den Mitgliedern des WSV Rheine noch lange in Erinnerung bleiben wird. Auch das kameradschaftliche Miteinander muss hervorgehoben werden.

Gemeinsames Tischdecken, Essen kochen, Abspülen, auch das gehörte zu den guten Erfahrungen dieser Reise. Einige der Teilnehmer werden diese Fahrt sicher auch zum Anlass nehmen, noch einmal privat nach Norwegen zu reisen, denn die sehr beeindruckende Natur hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ganz herzlichen Dank noch einmal an Klaus Stolper für die Organisation dieser schönen Reise.

 

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