Kanutour von Telgte bis zur Wersemündung
Rheine. Den optimalen Termin für ihre Kanutour hatten die vier Wanderkanuten des Wassersportvereins Rheine am vergangenen Sonntag gewählt: Sonne satt auf der Ems, niedriger und vor allem klarer Wasserstand, sodass die Fadenalgen und Steine auf dem Grund sichtbar sind, einige Bäume tragen bereits ihr Herbstkleid.
Es sollte von Telgte aus bis zur Wersemündung gepaddelt werden. Die Ems ist zwischen hier und Gelmer spürbar schmaler und hat noch den Charme eines Kleinflusses. Die Wanderkanuten beobachten während der Fahrt Eisvögel – gut erkennbar an ihren blau glitzernden Federkleid und dem wie an der Schnur gezogenen Flug über dem Wasser - und Gebirgsstelzen als Verwandte der Bachstelze. Diese fällt durch ihr oberseitig graues und unten intensiv gelbes Gefieder und ihre wippenden Bewegungen auf. Aber auch Enten und Graureiher am Ufer sowie zeitweilig ein Bussard am Himmel, der den in der Nähe jagenden Falken erst einmal vertreibt, sind an vielen Stellen zu sehen.
Viele Altarme sind auf den weiteren Kilometern angebunden worden und die Renaturierungsmaßnahmen zeigen Wirkung. Es haben sich Steilhänge gebildet und stets fanden die Wandersportler Einfluglöcher von Uferschwalben, die allerdings längst ihren Rückflug gen Süden gestartet haben.
Eine angenehm flotte Strömung bringt die Vier auf der Ems zügig vorwärts. Nach wenigen Kilometern grüßt der erste Schwall, der aber kein Problem für die erfahrenen Kanuten darstellt. Nach Ringemann´s Hals, einem mehr als einenKilometer langen Emsarm, der vor etwa 20 Jahren wieder angebunden wurde, lockt die einzige Anlegestelle dieses Flussabschnitts, die zu einer nahegelegenen Gaststätte führt. Dort genießt die Gruppe erst einmal ein zweites Frühstück.
Bevor die Ems dann eine Radfahrerbrücke unterquert, zieht sie die Paddler auf einem spritzigen Schwall mit kurzen Steinberührungen vorwärts. Der nächste wartet schon im Bereich des Truppenübungsplatzes, der aber gut zu fahren ist. Auf dem letzten Stück vor der Mündung der Werse und dem Ausstieg an der Brücke der B 481findet sich dann auch das typische begradigte Flussbett der Ems wieder. Zum Abschluss einer naturnahen und schönen Fahrt gab es Kaffee und Kuchen.
Die nächste Kanutour des WSV startet, zusammen mit vielen anderen Kanuten des Kanubezirks, am Samstag, 1. November, auf der Hase in Haselünne.

Bildzeile 1: Eine Kanutour von Telgte bis zur Wersemündungunternahmen diese vier Wanderkanuten des WSV.

Bildzeile 2: Idyllisch präsentierte sich die Ems.




