WSV fährt ins Ostercamp nach Geeste
Hohe Spritpreise haben Einfluss auf Planungen des Zielorts Geeste
Es muss nicht immer ein fremdes Land oder ein fernes Reiseziel sein. Auch in der näheren Umgebung können das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und sportliche Aktivitäten durchgeführt werden. Das erlebten jetzt 20 Nachwuchskanutinnen und -kanuten des Wasserportvereins Rheine (WSV) und ihr Betreuerteam
„Aufgrund der hohen Dieselpreise haben wir in diesem Jahr von unserer traditionellen Jugendbegegnung mit unserem Partnerverein in Arras in Frankreich abgesehen“, bringt der Rennsportwart Reinhard Ross es auf den Punkt. Und so ging es zum Ostercamp ins etwa 40 Kilometer entfernte Geeste ins Jugendgästehaus, das direkt am Speicherbecken gelegen ist.
Das Haus war nicht nur wegen seiner Lage, sondern auch mit seiner Ausstattung und seinem Angebot gut abgestimmt auf die Bedürfnisse der jungen Sportlerinnen und Sportler. Spielwiese, Tischtennisplatte, Felder für Fußball, Streetbasketball und Beachvolleyball sowie der See fürs Paddeln standen bereit für die WSVer. Bei den gemeinsamen Kanueinheiten lag der Schwerpunkt vor allem auf die Wiedererlangung der Bootssicherheit. „Durch den langen Winter und der Auflage der Bezirksregierung, dass wir unseren Steg von Oktober bis April aus dem Wasser haben müssen, haben wir den Fokus eher darauf gelegt“, erläutert Ross und fügt hinzu, dass aber auch die Integration der vielen neuen Kinder ein wichtiger Punkt war.
Ein Ausflug in die nähere Umgebung gehörte ebenfalls zum Programm des WSV-Teams. Es gab eine 90-minütige Führung im Emsland Moormuseum in Geeste, inmitten des Internationalen Naturparks Bourtanger Moor – Bargerveen im deutsch-niederländischen Grenzgebietes. Dabei nahmen die Rheinenser das Ökosystem Moor und seine Auswirkungen auf das Klima genauer in Augenschein im etwa 30 Hektar großen Außengelände mit renaturierten Hochmoorkörpern und Siedlerhöfen, die mittels einer Feldbahn und Bohlenwegen erschlossen sind.
Da das Jugendgästehaus eine Selbstversorger-Unterkunft ist, planten die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern nach dem morgendlichen Joggingrunden bei Sonnenaufgang die Mahlzeiten und bereiteten sie auch zu. Eine Besonderheit gab es während des Aufenthaltes im Emsland: In Absprache mit Eltern und Teilnehmenden wurde auf die Nutzung von Smartphone verzichtet. „Einmal am Tag, nach dem Abendessen, konnten sie eine Stunde lang mit ihrem Zuhause Kontakt aufnehmen“, betont Reinhard Ross.
Bildzeile 1: Das Moormuseum war Ziel eines Ausfluges, den die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Ostercamp in Geeste am Speicherbecken unternommen haben (von links): Reinhard Ross, Felix und Markus Droste, Hannes Wieschemeyer, Christian Lüttmann, Luca Reiners, Isabel Greiwe (hintere Reihe), Erik Möller, Leon Emsmann, Oleksii Bizhyk, Anna Lena Hagedorn, Lina Göbl, Marit Möller, Milana Brungardt (mittlere Reihe), Isabel Marie Göbl, Rieke Emsmann und Mary Lou Eilers.